2020.1.20

Ein Blick aus meinem Hotelfenster in Chennai

Heute geht es mir schon besser. Langsam werden wieder die inneren Energien lebendig und die Freude da zu sein. Am 22. möchte ich nach Tiruvannamalai für 5 Tage reisen. Leider ist mein „Vijaya Guest House“ ausgebucht. Sepp hat mir den Rat gegeben im Ramana Ashram direkt anzufragen. Wenn es dort nicht klappt, werde ich etwas anderes finden. Christian hat mir dankenswerterweise schon einige naheliegende Hotels herausgefunden.
Am Nachmittag bin ich zum Meer gefahren. Chennai beach. Es ist ein großer Strand. In der Stadt gibt es kaum Grünflächen. Etwas Eigenartiges ist mir passiert. Als ich so an den Ausläufern der Wellen entlang gehe, sehe ich etwas im Sand stecken. Beim Hingehen dachte ich mir, dass es ein Notizbuch sein könnte. Es war eine Bhagavadgita. Ich zog sie heraus und glättete die Blätter. Ich dachte mir gleich, dass sie der Lakshmi gehört. Ein spirituelles Geschenk des Meeres. Nach dem Säubern nahm ich sie in meine Hände und lauschte. Beide Nieren begannen zu schmerzen, viel Leid war mit ihr verbunden. Ich setzte mich hin und war erstaunt wie stark das Licht und die Kraft in Erscheinung traten. Wie Fäden konnte ich alles wegziehen und auflösen. Dann reinigte ich die Gita, sie erstrahlte im vollen Licht. Ich bat dann, der der Träger/in teilhaben kann an der Weisheit dieser Lehre.
Heute Abend war Lakshmi, zusammen mit ihrem Sohn Vijay, eine Stunde bei mir. Er war sehr neugierig, wollte wissen woher ich komme, wo Österreich liegt, in welchem Haus ich wohne und schließlich am Ende etwas über den 2. Weltkrieg. Ich Habe schon gehört, dass die Jugend hier gerne Kriegsfilme sieht. Da es schon spät war trat Lakshmi die Heimreise an.


1 comment

  1. Josef Bruckner
    22. Januar 2020 17:04/ Reply

    Hans,
    am Strand von Chennai waren im Dezember 2004 einige Hundert Tsunami-Opfer.
    Bei Deiner Sensibilität konntest Du an der aufgefundenen Ausgabe der Bhagavad Gita vielleicht das Leid der Opfer und deren Angehörigen spüren.
    Im Ashram-Bookshop gibt es übrigens eine empfehlenswerte Taschenbuchausgabe mit dem Titel “The Song Celestial” – verses from Sri Bhagavad Gita, Selected & Reset by Bhagavan Sri Ramana Maharshi.

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